Viele Affiliates schauen nur auf die Besucherzahl. Sie sagt aber nicht, ob ein Beitrag Umsatz bringt. Mit fünf einfachen Kennzahlen siehst du, wo du stehst und was du ändern kannst. Du brauchst dafür keine Spezialsoftware, eine Tabelle genügt.
Kennzahl 1: Aufrufe pro Beitrag
Wie viele Besucher liest den Beitrag? Das ist die Basis. Wichtig ist der Vergleich zwischen Beiträgen und über die Zeit, nicht die absolute Zahl. Wenige Aufrufe bei hoher Kaufabsicht können mehr wert sein als viele Aufrufe bei reiner Neugier. Mehr dazu in Kaufabsicht erkennen.
Kennzahl 2: Klickrate auf den Affiliate-Link
Wie viele Leser klicken auf einen Affiliate-Link? Teile die Klicks durch die Aufrufe.
Beispielrechnung (Zahlen erfunden, nur zur Veranschaulichung): 1.000 Aufrufe, 50 Klicks auf den Link, das sind 5 Prozent.
Ist die Klickrate niedrig, liegt es oft am Beitrag: Der Link ist zu versteckt, die Empfehlung ist unklar, oder der Beitrag beantwortet die Frage nicht. Prüfe Platzierung und Aufbau.
Kennzahl 3: Kaufquote nach dem Klick
Wie viele der Klicker kaufen? Das siehst du meist im Partnerprogramm, nicht auf deiner eigenen Seite.
Weiter im Beispiel: Von 50 Klicks führen 2 zu einem Kauf, das sind 4 Prozent der Klicks.
Ist die Quote niedrig, obwohl die Klickrate stimmt, liegt das Problem oft hinter dem Klick: Angebotsseite, Preis oder falsche Erwartung durch deinen Text. Ehrliche Beschreibung hilft hier mehr als Übertreibung.
Kennzahl 4: Einnahmen pro Klick
Teile die Einnahmen durch die Zahl der Klicks. So vergleichst du Programme und Beiträge fair, auch wenn die Klickzahlen verschieden sind.
Beispiel: 2 Käufe mit je 30 Euro Provision sind 60 Euro. 60 Euro durch 50 Klicks ergeben 1,20 Euro pro Klick.
Kennzahl 5: Bestätigungs- und Stornoquote
Nicht jede Provision wird ausgezahlt. Rückgaben und Stornos kürzen den Betrag. Rechne mit den bestätigten Einnahmen, nicht mit den vorläufigen. Auch die Frage, wie hoch die Quote beim Programm ist, gehört zur Auswahl, siehe Affiliate-Programme auswählen.
So bekommst du die Daten
- Aufrufe: aus der Statistik deiner Seite. Wähle ein Werkzeug, das zu deinen Datenschutzpflichten passt.
- Klicks und Käufe: aus dem Partnerprogramm. Viele bieten eigene Kennungen pro Link oder Kampagne. Mit ihnen siehst du, welcher Beitrag, welche Mail oder welcher Post den Verkauf gebracht hat.
- Einnahmen: aus den Abrechnungen.
Trage alles einmal im Monat in eine Tabelle ein: Beitrag, Aufrufe, Klicks, Käufe, bestätigte Einnahmen.
Was du daraus ableitest
- Viele Aufrufe, wenig Klicks: Aufbau und Link-Platzierung überarbeiten.
- Viele Klicks, wenig Käufe: Erwartung im Text und Angebotsseite prüfen.
- Wenige Aufrufe, hohe Einnahmen pro Klick: Mehr Reichweite für diesen Beitrag schaffen, etwa durch Wiederverwenden in anderen Formaten.
- Alles niedrig: Thema oder Programm prüfen.
Geduld und Stichprobe
Aus wenigen Klicks lässt sich wenig schließen. Zwei Käufe mehr oder weniger verändern jede Quote stark. Bewerte erst, wenn genug Daten vorliegen, und ändere nicht alles gleichzeitig, sonst weißt du nicht, was gewirkt hat.
Zum Mitnehmen
Fünf Zahlen, einmal im Monat, in einer Tabelle: Aufrufe, Klickrate, Kaufquote, Einnahmen pro Klick und bestätigte Einnahmen. Damit entscheidest du nach Daten statt nach Bauchgefühl, und weißt, welcher Beitrag die nächste Stunde Arbeit verdient.