Viele Affiliates jagen dem Suchbegriff mit dem größten Suchvolumen hinterher und wundern sich, warum viele Besucher kommen, aber kaum jemand klickt. Der Grund ist fast immer derselbe: Der Besucher wollte etwas anderes, als die Seite bietet.
Entscheidend ist nicht, wie oft ein Begriff gesucht wird, sondern was die Person damit vorhat. Das nennt man Suchintention.
Die vier typischen Absichten
- Informieren: „Was ist …", „wie funktioniert …". Die Person will lernen, noch nicht kaufen.
- Vergleichen: „… Vergleich", „… oder …", „Alternative zu …". Die Person kennt die Optionen und wägt ab.
- Kaufen: „… kaufen", „… Preis", „… Rabatt", „… Erfahrungen". Die Person will sich absichern oder den besten Weg zum Kauf finden.
- Finden: Eine bestimmte Seite oder Marke wird direkt gesucht. Hier hast du als Affiliate meist wenig zu holen.
Warum die Mitte oft am besten ist
Informationsbegriffe bringen Reichweite, aber wenig direkte Käufe. Reine Kaufbegriffe sind stark umkämpft, oft von den Herstellern selbst. Die Begriffe dazwischen, also Vergleiche, Alternativen und Erfahrungsberichte, sind für Affiliates besonders interessant: Die Person ist entscheidungsbereit, und du kannst ihr genau das liefern, was sie braucht, nämlich eine unabhängige Einordnung.
So prüfst du die Absicht in drei Minuten
- Gib den Suchbegriff bei Google ein und sieh dir die ersten Ergebnisse an. Siehst du Ratgeber, Vergleichsseiten, Shops oder Videos?
- Der Seitentyp, den Google bevorzugt, zeigt dir, was die Suchenden erwarten. Willst du mit einem Vergleich antreten, wo nur Shops stehen, wird es schwer.
- Lies die „Ähnlichen Fragen" und die Vorschläge am Seitenende. Sie zeigen, welche Fragen vor und nach dem Kauf auftauchen.
Den Inhalt auf die Absicht abstimmen
- Informationsbegriffe: Ausführlicher Ratgeber, klare Erklärung, am Ende ein dezenter Hinweis auf eine Lösung.
- Vergleichsbegriffe: Tabelle, Kriterien, Empfehlung nach Situation (siehe unseren Beitrag Produktvergleich schreiben, dem Leser vertrauen).
- Kaufbegriffe: Preise, Alternativen, Hinweise zu Lieferung, Kündigung und Garantie, kurze Wege zum Angebot.
Ein häufiger Fehler ist es, in einen reinen Ratgeber-Beitrag zehn Kaufbuttons zu setzen. Der Leser will lernen, fühlt sich bedrängt und geht. Umgekehrt verschenkt ein Vergleich ohne klare Empfehlung genau den Moment, in dem jemand eine Entscheidung treffen will.
Eine Konkurrenzanalyse als Abkürzung
Wer wissen will, welche Themen bei Mitbewerbern funktionieren und welche Lücken offen sind, kann die ersten Ergebnisse systematisch auswerten: Welche Fragen beantworten sie, welche nicht? Welche Beitragsformate dominieren? Daraus lassen sich Themen ableiten, bei denen du etwas Besseres oder Anderes bieten kannst. Mit dem Konkurrenz-Analyse-Tool in AffiliKI geht das gestützt auf KI schneller. Die Auswahl, welche Lücke zu dir und deinem Angebot passt, bleibt aber deine Aufgabe.
Mach daraus einen Plan
Nimm dir zehn Suchbegriffe aus deinem Themenfeld und ordne jedem eine der vier Absichten zu. Lege für jeden fest, welcher Beitragstyp passt. Schon nach dieser Übung hast du eine Themenliste, die an der Entscheidung der Leser ausgerichtet ist, und nicht nur am Suchvolumen.